Tuesday, May 6, 2014

Ijob - 36 1-12

Die vierte Rede Elihus

1Dann fuhr Elihu fort und sprach:
 
2Wart ein wenig, ich will es dir künden, 
ich hab für Gott noch mehr zu sagen.
3Ich rufe mein Wissen weit hinaus, 
meinem Schöpfer verschaff ich Recht.
4Denn wahrhaftig, meine Worte sind kein Trug, 
ein Mann vollkommenen Wissens steht vor dir.
5Denn Gott ist gewaltig, doch verwirft er nicht, 
gewaltig an Kraft und an Weisheit.
6Den Frevler lässt er nicht am Leben, 
doch den Gebeugten schafft er Recht.
7Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten; 
Könige auf dem Thron:  für immer setzt er sie ein, sie werden groß.
8Doch sind in Fesseln sie geschlagen, 
gefangen in des Elends Stricken,
9so hält er ihnen ihr Tun vor 
und ihr Vergehen, weil sie stolz geworden.
10Er öffnet ihr Ohr zur Warnung, 
fordert sie auf, vom Bösen zu lassen.
11Wenn sie gehorchen und ihm dienen, 
vollenden sie im Glück ihre Tage,  in Wonnen ihre Jahre.
12Hören sie nicht, so fahren sie zum Todesschacht hinab, 
verscheiden im Unverstand.

Sunday, May 4, 2014

Ecclesiastes 3 9 - 15

9Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?

10Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht.

11Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.

12Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt,

13wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen Besitz das Glück kennen lernt, das ein Geschenk Gottes ist.

14Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit. Man kann nichts hinzufügen und nichts abschneiden und Gott hat bewirkt, dass die Menschen ihn fürchten.

15Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll, ist schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen.
Sirach 11 20-28

20Mein Sohn, steh fest in deiner Pflicht und geh ihr nach, 
bei deinem Tun bleibe bis ins Alter!
21Wundere dich nicht über die Übeltäter; 
früh morgens mach dich auf zum Herrn und hoffe auf sein Licht! Denn leicht ist es in den Augen des Herrn,  den Armen plötzlich und schnell reich zu machen.
22Gottes Segen ist der Lohn des Gerechten, 
zur bestimmten Zeit blüht seine Hoffnung auf.
23Sag nicht: Ich habe meine Wünsche erfüllt, 
was geht mir noch ab?
24Sag nicht: Ich bin versorgt, 
welches Unheil könnte über mich kommen?
25Das Glück von heute lässt das Unglück vergessen, 
das Unglück von heute lässt das Glück vergessen.
26Denn leicht ist es in den Augen des Herrn, 
am Todestag dem Menschen nach seinen Taten zu vergelten.
27Schlimme Zeit lässt die Lust vergessen, 
das Ende des Menschen gibt über ihn Auskunft.
28Preise niemand glücklich vor seinem Tod; 
denn erst an seinem Ende erkennt man den Menschen.
2 Thessalonicher 3 6 - 15

6Im Namen Jesu Christi, des Herrn, gebieten wir euch, Brüder: Haltet euch von jedem Bruder fern, der ein unordentliches Leben führt und sich nicht an die Überlieferung hält, die ihr von uns empfangen habt.

7Ihr selbst wisst, wie man uns nachahmen soll. Wir haben bei euch kein unordentliches Leben geführt

8und bei niemand unser Brot umsonst gegessen; wir haben uns gemüht und geplagt, Tag und Nacht haben wir gearbeitet, um keinem von euch zur Last zu fallen.

9Nicht als hätten wir keinen Anspruch auf Unterhalt; wir wollten euch aber ein Beispiel geben, damit ihr uns nachahmen könnt.

10Denn als wir bei euch waren, haben wir euch die Regel eingeprägt: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.

11Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten.

12Wir ermahnen sie und gebieten ihnen im Namen Jesu Christi, des Herrn, in Ruhe ihrer Arbeit nachzugehen und ihr selbst verdientes Brot zu essen.
13Ihr aber, Brüder, werdet nicht müde, Gutes zu tun.

14Wenn jemand auf unsere Mahnung in diesem Brief nicht hört, dann merkt ihn euch und meidet den Umgang mit ihm, damit er sich schämt;

15doch seht ihn nicht als Feind an, sondern weist ihn als euren Bruder zurecht!
Jeremia 30
Die Trostschrift

301Das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging: 2So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! 3Denn seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, da wende ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda, spricht der Herr. Ich führe sie zurück in das Land, das ich ihren Vätern zum Besitz gegeben habe. 4Das sind die Worte, die der Herr über Israel und Juda gesprochen hat: 5Ja, so spricht der Herr: Angstgeschrei vernehmen wir: 
Schrecken und kein Friede.
6Fragt doch und schaut, 
ob je ein Mann Kinder zur Welt bringt. Warum sehe ich alle Männer  mit den Händen auf den Hüften wie eine Gebärende?  Jedes Gesicht ist verstört und leichenblass.
7Denn groß ist jener Tag, 
keiner ist ihm gleich. Eine Notzeit ist es für Jakob,  doch wird er daraus gerettet.
8An jenem Tag wird es geschehen 
Spruch des Herrn der Heere -,  da zerbreche ich das Joch auf seinem Nacken; ich zerreiße seine Stricke  und Fremde sollen ihn nicht mehr knechten.
9Vielmehr wird mein Volk dem Herrn, 
seinem Gott, dienen  und David, seinem König, den ich ihm erstehen lasse.
10Fürchte dich nicht, du, mein Knecht Jakob 
Spruch des Herrn -,  verzage nicht, Israel! Denn ich bin es, der dich aus fernem Land errettet,  deine Kinder aus dem Land ihrer Gefangenschaft. Jakob wird heimkehren und Ruhe haben;  er wird in Sicherheit leben  und niemand wird ihn erschrecken.
11Denn ich bin mit dir 
Spruch des Herrn -,  um dich zu retten. Ja, ich vernichte alle Völker,  unter die ich dich zerstreut habe. Nur dich werde ich niemals vernichten;  ich züchtige dich mit rechtem Maß,  doch ganz ungestraft kann ich dich nicht lassen.
12Ja, so spricht der Herr: Arg ist dein Schaden, 
unheilbar deine Wunde.
13[Niemand verschafft dir Recht.] 
Für das Geschwür gibt es keine Heilung,  keine Genesung gibt es für dich.A
14Alle deine Freunde haben dich vergessen, 
sie kümmern sich nicht mehr um dich. Denn wie ein Feind schlägt,  so habe ich dich geschlagen mit harter Züchtigung [wegen deiner vielfachen Schuld  und deiner zahlreichen Sünden].A
15Was schreist du über deinen Schaden 
und dein arges Leiden? Wegen deiner vielfachen Schuld  und deiner zahlreichen Sünden  habe ich dir das getan.
16Doch alle, die dich fraßen, werden gefressen, 
alle deine Bedränger ziehen als Gefangene fort; wer dich ausplünderte, wird ausgeplündert,  wer dich beraubte, den gebe ich dem Raub preis.
17Denn ich lasse dich genesen 
und heile dich von deinen Wunden  Spruch des Herrn -, weil man dich [das ist Zion] die Verstoßene genannt hat,  nach der niemand fragt.
18So spricht der Herr: Seht, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs, 
seiner Wohnstätten erbarme ich mich. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden,  die Burg auf ihrem alten Platz stehen.
19Lobgesang wird dort erschallen, 
die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren,  sie sollen nicht weniger werden; ich will ihnen Ehre verschaffen,  sie sollen nicht verachtet werden.
20Die Söhne Jakobs werden sein wie ehedem, 
seine Gemeinde wird vor mir bestehen bleiben, doch alle seine Unterdrücker  ziehe ich zur Rechenschaft.
21Sein Machthaber wird ihm selbst entstammen, 
sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Ich gewähre ihm Zutritt, sodass er mir nahen kann;  denn wer sonst dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen?  - Spruch des Herrn.
22Ihr werdet mein Volk sein 
und ich werde euer Gott sein.
23Hört, der Sturm des Herrn [sein Grimm] bricht los. 
Ein Wirbelsturm braust hinweg über die Köpfe der Frevler.
24Der glühende Zorn des Herrn hört nicht auf, 
bis er die Pläne seines Herzens ausgeführt und vollbracht hat.  Am Ende der Tage werdet ihr es klar erkennen.
Ezechiel 33 10 - 20

10Du aber, Menschensohn, sag zum Haus Israel: Ihr behauptet: Unsere Vergehen und unsere Sünden lasten auf uns, wir siechen ihretwegen dahin. Wie sollen wir da am Leben bleiben?

11Sag zu ihnen: So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn -, ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um auf euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?

12Du aber, Menschensohn, sag zu den Söhnen deines Volkes: Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten, sobald er Böses tut. Und der Schuldige wird durch seine Schuld nicht zu Fall kommen, sobald er sein schuldhaftes Leben aufgibt. Der Gerechte aber kann trotz seiner Gerechtigkeit nicht am Leben bleiben, sobald er sündigt.

13Wenn ich zu dem Gerechten sage: Du wirst am Leben bleiben!, er aber im Vertrauen auf seine Gerechtigkeit Unrecht tut, dann wird ihm seine ganze (bisherige) Gerechtigkeit nicht angerechnet. Wegen des Unrechts, das er getan hat, muss er sterben.

14Wenn ich aber zu dem Schuldigen sage: Du musst sterben!, und er gibt sein sündhaftes Leben auf, handelt nach Recht und Gerechtigkeit,

15gibt (dem Schuldner) das Pfand zurück, ersetzt, was er geraubt hat, richtet sich nach den Gesetzen, die zum Leben führen, und tut kein Unrecht mehr, dann wird er gewiss am Leben bleiben und nicht sterben.

16Keine der Sünden, die er früher begangen hat, wird ihm angerechnet. Er hat nach Recht und Gerechtigkeit gehandelt, darum wird er gewiss am Leben bleiben.

17Die Söhne deines Volkes aber sagen: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Dabei ist gerade ihr Verhalten nicht richtig.

18Wenn der Gerechte seine Gerechtigkeit aufgibt und Unrecht tut, muss er dafür sterben.

19Und wenn der Schuldige sein sündhaftes Leben aufgibt und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, so wird er deswegen am Leben bleiben.

20Ihr aber sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Doch ich werde euch richten, ihr vom Haus Israel, jeden nach seinem Verhalten.

Saturday, May 3, 2014

Jesaja 51

17Raff dich auf, raff dich auf, 
steh auf, Jerusalem! Du hast aus dem Becher des Zorns getrunken,  den der Herr in der Hand hielt. Du hast aus dem betäubenden Becher getrunken  und ihn geleert.A
18Da war von all den Söhnen, die sie gebar, 
keiner, der sie geführt hat. Da war von all den Söhnen, die sie aufzog,  keiner, der sie bei der Hand nahm.
19Beides hat dich getroffen 
doch wer klagt schon um dich? -: Verheerung und Zerstörung, Hunger und Schwert.  Doch wer tröstet dich schon?A
20An allen Straßenecken lagen deine Söhne hilflos da, 
wie Wildschafe im Netz, überwältigt vom Zorn des Herrn,  vom Schelten deines Gottes.
21Darum hör doch her, du Ärmste, 
die du betrunken bist, aber nicht vom Wein:
22So spricht der Herr, dein Gott und Gebieter, 
der für sein Volk kämpft: Schon nehme ich dir den betäubenden Becher aus der Hand,  den Kelch meines Zorns;  du sollst daraus nicht mehr trinken.
23Ich reiche ihn denen, die dich quälten, 
die zu dir sagten: Wirf dich zu Boden,  wir schreiten über dich weg. So musstest du deinen Rücken zum Fußboden machen,  zum Weg für die, die über dich schritten.
52 1Wach auf, Zion, wach auf, 
zieh das Gewand deiner Macht an! Zieh deine Prunkkleider an,  Jerusalem, du heilige Stadt!  Denn Unbeschnittene und Unreine werden dich nicht mehr betreten.
2Schüttle den Staub von dir ab, 
steh auf, du gefangenes Jerusalem! Löse die Fesseln von deinem Hals,  gefangene Tochter Zion!
3Denn so spricht der Herr: 
Umsonst wurdet ihr verkauft  und ihr sollt nicht mit Geld losgekauft werden.
4Denn so spricht Gott, der Herr: 
Nach Ägypten zog mein Volk einst hinab,  um dort in der Fremde zu leben.  Auch von Assur wurde es ohne Grund unterdrückt.
5Aber was erlebe ich jetzt - Spruch des Herrn -? 
Man nahm mein Volk, ohne zu bezahlen, und nun prahlen seine Beherrscher - Spruch des Herrn -;  ständig, jeden Tag wird mein Name gelästert.
6Darum soll mein Volk an jenem Tag meinen Namen erkennen 
und wissen, dass ich es bin, der sagt: Ich bin da.
7Wie willkommen sind auf den Bergen 
die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt,  der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt,  der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.
8Horch, deine Wächter erheben die Stimme, 
sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen,  wie der Herr nach Zion zurückkehrt.
9Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, 
ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk,  er erlöst Jerusalem.
10Der Herr macht seinen heiligen Arm frei 
vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde  sehen das Heil unseres Gottes.A
11Fort, fort! Zieht von dort weg! 
Fasst nichts Unreines an! Zieht von dort weg!  Haltet euch rein;  denn ihr tragt die Geräte des Herrn.A
12Doch zieht nicht weg in Hast, 
geht nicht fort in Eile; denn der Herr geht vor euch her  und er, Israels Gott, beschließt auch euren Zug.